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24.09.2004
Kaffeeklatsch nach fünf Jahren
Travemünde. „Ich hab
gehört, Genscher lebt immer noch?“, fragte Evelyn Ghatak ungläubig und
versuchte sich auszurechnen, wie alt der beliebte Politiker jetzt wohl
sein müsse. Wenn man so lange schon im Ausland lebt, zumal in Amerika,
bekommt man von Deutschland eben nicht mehr so viel mit. Vor fünf Jahren
war Evelyn Ghatak zuletzt in Lübeck, um ihre Mutter zu besuchen. Und
natürlich ihre Travemünder Freundin Hilde Stringer. Die beiden waren
früher Nachbarn in Lübeck. Nach dem Krieg lernte Hilde Stringer ihren
englischen Piloten Jack kennen, Evelyn Ghatak traf in den 60er Jahren
ihren Hindol, der aus Kalkutta (Indien) stammt und in Lübeck Ingenieur
studierte. „Erst hat er meine Mutter gefragt, dann hat er mich
schriftlich zum Tanz ins Travemünder Kurhaus eingeladen, seitdem sind
wir zusammen“, erzählt Evelyn Ghatak. Das war im Mai 1964. Später zogen
die beiden nach Kanada, dann in die USA: „Ich dachte, wir sollten einen
neutralen Grund haben“, scherzt Hindol, wenn er nach den Gründen für den
Umzug gefragt wird. Obwohl inzwischen in Toledo Zuhause, interessiert
sich Evelyn Ghatak immer noch sehr für die alte Heimat. Regelmäßig
besucht sie im Internet die Website der Möwenpost und holt sich hier die
neuesten Informationen. Und sie hat sogar schon an einem Verlagsprodukt
mitgearbeitet: Für das Programmheft des Travemünder Windjammertreffens
2003 übersetzte sie das Grußwort perfekt ins Englische. [HN]
Die Möwenpost wünscht einen
schönen Aufenthalt in Travemünde, und dass es nicht fünf Jahre werden
bis zum nächsten Mal!

Bei Warnsdorfer Erdbeeren und Stollen von Niederegger wurden alte
Geschichten ausgetauscht: Jack Stringer, Evelyn und Hindol Ghatak und
Hilde Stringer trafen sich nach fünf Jahren in Travemünde wieder. [Foto:
NORMANN]
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