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 13.07.2004

Gemalte Geschichte

Ein gutes Stück Travemünder Geschichte steckt in den Bildern des Lübecker Malers Fritz Moeller-Schlünz (18.01.1900 bis 13.10.1990). So sind zum Beispiel auf einem Bild Stacheldrahtrollen und Grenztürme der ehemaligen DDR-Grenze auf dem Priwall zu sehen. Oder, noch früher, die Boote der Fischer, die 1945 aus Kolberg nach Travemünde flüchteten. (Wer weiß, was die Kennung „LUF“ auf den Booten bedeutet?). Noch bis Ende September zeigt der Sohn des Künstlers, Gerd Möller, eine Auswahl der Werke seines Vaters in Galerie der Travemünder Ostsee-Akademie, Europaweg 3. Zu sehen sind neben den Travemünder Motiven auch Bilder, die in Lübeck, Bad Schwartau, Gothmund und auf Reisen entstanden. [HN]

Gerd Möller stellt Bilder seines Vaters aus, hier ein Bild der ehemaligen
Grenze auf dem Priwall. [Foto: NORMANN]

 

 

Biografie Fritz Moeller-Schlünz

Kunstmaler und Sänger

geb. 18.01.1900 in Schwaan/Mecklenburg

gest. 13.10.1990 in Lübeck

Fritz Moeller-Schlünz begann seine Lehre als Dekorationsmaler. Während dieser Zeit erkannte man seine künstlerische Begabung. Er nahm Unterricht bei den international anerkannten Malern Carl Malchin und Hermann Koenermann.

Nach dem ersten Weltkrieg folgte das Studium in figürlichem Zeichnen und in der Malerei bei den Professoren Schröder, von Beckerath und Meyer-Thur an der Landeskunstschule am Lerchenfeld in Hamburg.

Ab 1924 arbeitete er in Schwerin und malte während dieser Zeit viele Herrenhäuser in Mecklenburg, und Süddeutschland aus. Aus gesundheitlichen Gründen begann er später eine gesangliche Ausbildung, verschrieb sich dann ganz dem Theater und war an den Bühnen Altenburg, Gera, Kolberg und Berlin engagiert.

Durch Zufall lernte er in Berlin den Lübecker Intendanten Brückner kennen und wurde 1934 als Bariton an das Lübecker Theater verpflichtet.

Doch seine Leidenschaft zur Malerei ruhte während seiner Theaterzeit nie.

1960 erreicht er das Pensionsalter und nun führten ihn und seine Frau ausgedehnte Kunstreisen mit Auto und Wohnwagen durch ganz Europa und er malte vor Ort viele Bilder in Öl und Aquarell.

1981 erhielt er vom Kulturkreis Mecklenburg e.V. den „Franz Bunke-Kunstpreis“.


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Letzte Änderung: 20.06.2005

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